Roland Kaltenegger
Major Karl Walter Lapp
Vom Karelienkämpfer zum Ausbildungsleiter der Tiroler Standschützen


Am 31. Oktober 1935 als Freiwilliger in die Gebirgstruppe eingetreten, erhielt er den entscheidenden militärischen Schliff und die Prägung seines Charakters beim Gebirgsjägerregiment 99 des Eduard Dietl. Mit dem Kufsteiner Gebirgsjägerbataillon II des Gebirgsjägerregiments 140 zog Lapp als Zugführer in den Polen- und Skandinavienfeldzug. Nachdem er am 17. Mai 1940 zum Oberleutnant befördert worden war, nahm er an der Eroberung Norwegens teil.
Als im Frühjahr 1942 die Rote Armee zu einem Großangriff antrat, um die legendäre Lapp-landarmee des Generalobersten Dietl einzukesseln, und die 20. Gebirgsarmee nicht zurück-wich und die Front unter dem Polarkreis bis zum Sommer 1944 hielt, zeichnete sich der in-zwischen zum Hauptmann beförderte Karl Walter Lapp als Führer des Skibataillons 82 bei den Kämpfen im finnischen Urwald von Karelien besonders aus. Für seine Leistungen wurde ihm am 14. August 1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.
Bei diesen Kämpfen erneut schwer verwundet, erlebte Major Karl Walter Lapp das Kriegsjahr 1944/45 als Ausbildungsleiter der Tiroler Standschützen in der „Alpenfestung“ inmitten des Hochgebirges von Südtirol.

160 Seiten, Abb., gebunden
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