Werner Bräuninger 
DUX - Benito Mussolini
 - oder der Wille zur Macht


Leben und Handeln des italienischen Faschistenführers sind bis heute eine einzige Provokation. Bräuninger beschreibt ausführlich dessen Kampf um die Macht, gipfelnd im „Marsch auf Rom“ 1922 sowie die anschließende Festigung seiner Alleinherrschaft durch innen- und außenpolitische Erfolge.
Der Bezug des Faschismus auf die Romanità – das antike Römertum –, die Idee des Fascismo universale, der imperiale Gedanke sowie das verhängnisvolle Achsen-Bündnis mit Hitler werden eingehend beleuchtet.
Mit großer Sachkenntnis wirft der Autor auch einen Blick auf die vom faschistischen Staat unternommene Ästhetisierung der Politik und dessen künstlerische Ambitionen, die auch im üppigen Bildteil des Werkes Niederschlag findet.

Im Juli 1943 aufgrund einer Verschwörung von Königshaus und Militär von seinem eigenen Faschistischen Großrat über Nacht entmachtet, schmolz sein vermeintlich festgefügtes Regime innerhalb weniger Tage wie Schnee in der Sonne. An wechselnden Orten gefangen gehalten, jedoch von einem deutschen Spezialkommando befreit, fand sich Mussolini in der Folge als Regierungschef der Repubblica Sociale Italiana am Gardasee wieder, bis er nach 600 Tagen von Partisanen erschossen und öffentlich zur Schau gestellt wurde. Mussolinis Faschismus schien damit Geschichte zu sein, feierte jedoch schon 1946 in Gestalt der neofaschistischen Partei MSI seine politische Auferstehung. Geblieben sind zudem, wenn auch meist unbemerkt, Ausdrucksformen faschistischer Ästhetik, die bis heute in Marketingstrategien und Popkultur erkennbar sind. Abgerundet wird das Werk mit einem reichhaltigen Bildteil.

460 Seiten, viele Abb., geb.

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