Roland Kaltenegger
Leutnant Johann Sandner
Vom jüngsten Ritterkreuzträger der Wehrmacht zum Stadtrat von Bad Reichenhall


1921 im niederbayerischen Osterhofen geboren, begann Sandner im Herbst 1938 seine militärische Ausbildung nach Beendigung des Reichsarbeitsdienstes als Freiwilliger im II. Bataillon des Bad Reichenhaller Gebirgsjägerregiments 100.
Bereits im Frankreichfeldzug 1940 mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet, durchstieß er während des Balkanfeldzuges die stark befestigte "Metaxaslinie" und schaltete dabei mit Sprengmitteln die Schlüsselstellung des Befestigungswerkes Kelkaja aus. Für diese kühne Waffentat wurde er am 13. Juni 1941 als Oberjäger und Gruppenführer in der 11. Kompanie des Bad Reichenhaller Gebirgsjägerregiments 100 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Als jüngster Ritterkreuzträger der Wehrmacht ging es dann nach Athen und von dort im kühnen Angriffsschwung auf die Insel Kreta.
Nach längerem Lazarettaufenthalt und Lehrgängen folgte sein Einsatz bei Monte Cassino in Italien. Nach Kriegsende diente er zunächst beim Zoll und Bundesgrenzschutz bevor er 1956 in die Bundeswehr übernommen wurde. 1983 verstarb Hans Sandner als Stadtrat von Bad Reichenhall im Alter von nur 62 Jahren.

160 Seiten, viele Abbildungen, gebunden.
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