Rolf Michaelis (Herausgeber)
Erinnerungen an das SS-Sonderkommando „Dirlewanger“

Nachdem bereits zwei Dokumentationen über die Dirlewanger-Einheit aus der Feder von Rolf Michaelis vorliegen, offenbart nun dieser persönliche Bericht eines Angehörigen die ganze unbarmherzige Wirklichkeit des Osteinsatzes. Die aus Wilddieben und Verbrechern bestehende Bewährungstruppe war durch ihre Einsätze in Ghettos und gegen Partisanen berüchtigt. Der anonyme Autor, von 1940 bis 1945 dabei, beschreibt minutiös seine Ausbildung, die verschiedenen Einsätze im Generalgouvernement, in Weißrußland, in Warschau und bei Kriegsende in Guben und Halbe. Ziel dieser Einsätze war regelmäßig die Requirierung von Vieh, Lebensmitteln und Arbeitskräften, die Partisanenjagd sowie das Niederbrennen von Partisanendörfern. Ein interessanter Aspekt dieser Biographie ist, daß der Mann 1946 in einem Kriegsgefangenenlager zusammen mit anderen Waffen-SS-Angehörigen Opfer einer jüdischen Untergrundorganisation wurde, die das Brot der Insassen mit Arsen vergiftete.

128 Seiten, s/w. Abb. und Karten, gebunden.
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