Großadmiral Erich Raeder 
Mein Leben 
Erinnerungen des Oberbefehlshabers der deutschen Kriegsmarine 1935 bis 1943 

In den Lebenserinnerungen des Großadmirals Raeder spiegelt sich die Geschichte der deutschen Kriegsmarine der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Erich Raeder trat 1894 als Seekadett in die Kaiserliche Kriegsmarine ein und diente auf den Panzerschiffen "Sachsen", "Baden" und auf dem Großen Kreuzer "Deutschland". Im Ersten Weltkrieg fand er Verwendung als Admiralstabsoffizier unter Admiral von Hipper, an dessen Seite er in den Schlachten auf der Doggerbank und im Skagerrak stand. Gegen Ende des Krieges war er Kommandant des Kleinen Kreuzers "Cölln" und wurde nach der deutschen Kapitulation Mitglied der Waffenstillstandskommission und Chef der Zentralabteilung des Reichsmarineamtes. 1928 übernahm Admiral Raeder das Amt des Chefs der Marineleitung, eine Position, die 1935 zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine umbenannt wurde. Damit hatte Erich Raeder zugleich den Rang eines Reichsministers im nationalsozialistischen Deutschland. Raeder ging zunächst davon aus, daß es zu keinem Krieg mit England kommen werde und richtete sein seekriegsstrategisches konzept danach aus. Mit der Kriegserklärung Englands am 3. September 1939 war Raeders Konzept allerdings gescheitert. Die hoffnungslose Unterlegenheit der deutschen schweren Kriegsschiffe gegenüber der britischen Flotte führte Ende 1942 zum Bruch mit Hitler. Raeder wurde 1943 entlassen und durch Dönitz, der einen intensiven U-Bootkrieg schon länger gefordert hatte, ersetzt. Der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg verurteilte Raeder wegen Planung und Führung eines Angriffskrieges zu lebenslanger Haft, aus der er krankheitsbedingt 1955 entlassen wurde. Er verstarb 1960.

528 Seiten, viele Abbildungen, gebunden.

 

 
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