Ist es in Zeiten der Globalisierung möglich, daß Nationalstaaten ökonomisch prosperieren, ohne daß die Staatsvölker infolge offener Grenzen und damit verbundener Massenzuwanderung ihre ethnokulturelle Identität einbüßen? Zur Beantwortung dieser Frage lohnt sich der Blick nach Asien. Das Beispiel der japanischen Gesellschaft zeigt, daß ein Beharren auf ethnokultureller Identität möglich ist.
In vorliegender Studie wird zunächst die deutsche Debatte über Migrationspolitik thematisiert. In diesem Kontext werden real existierende liberale Einwanderungs- und linksliberale Zuzugsmodelle skizziert. Anschließend erfolgt eine Beschreibung des konservativen japanischen Zuwanderungsmodells als etwaiges Vorbild für die in ihrer ethnischen und kulturellen Substanz existentiell gefährdete europäische Völkergemeinschaft. Mit dem japanischen Zuwanderungskonzept verwobene Politikfelder werden ebenfalls in die Analyse einbezogen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dementsprechend der japanischen Asyl- und Flüchtlingspolitik, der Entwicklungshilfepolitik, der Zuwanderungspolitik, der Familienpolitik, der Technisierungspolitik  sowie der Identitäts- und der Wirtschaftspolitik des ostasiatischen  Inselstaates.

40 Seiten, geheftet.

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