Die Globalisierung ist zweifellos das beherrschende Phänomen unserer Zeit. Sie trägt zur Verwirklichung der sozial entbindenden liberalen Gesellschaft bei, die eine Welt ohne Grenzen will, bewohnt von ›neuen Menschen‹, die in erster Linie Konsumenten sind.

In zwölf überragenden Aufsätzen beschreibt der bekannte französische Philosoph und Theoretiker die Transmissionsriemen der Globalisierung (unter anderem die Vergessenheit auf Produktivität, Wachstum und Profit sowie die Rhetorik der Menschenrechte) und deren Folgen: die zunehmende Ohnmacht der Nationalstaaten und Regierungen, die erneute Zuspitzung der ›sozialen Frage‹ und die immer größer werdende Vereinheitlichung der Lebens- und Verhaltensweisen.
Als Gegen-Entwurf zur entgrenzten Weltgesellschaft ohne integrierende Gemeinschaften und Institutionen regt Alain de Benoist in seinem Manifest für das 21. Jahrhundert eine ›Mikropolitik‹ an, die zur Schaffung neuer Solidaritätsnetze beiträgt. Nur solche Netze stellen das gemeinsame Wohl als höchsten Wert in den Mittelpunkt und vermögen dem identitätsraubenden Individualismus entgegenzuwirken. Die Losung/Lösung lautet: ›global denken – lokal handeln‹, ›Gemeinschaft und lokale Demokratie statt Gesellschaft und repräsentativer Demokratie‹.
Nicht zuletzt ruft Alain de Benoist zum Widerstand gegen den intellektuellen Totalitarismus, das Einheitsdenken sowie die Diktatur der öffentlichen Meinung auf und tritt für eine echte demokratische Debatte über die großen Herausforderungen der Zukunft ein.

440 S., Tb.

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