Roland Kaltenegger
Generalleutnant Walter Stettner Ritter von Grabenhofen
Vom Alpenkorpskämpfer des Ersten Weltkrieges zum Ritterkreuzträger des 2. Weltkrieges


1914 trat er in das bayerische Infanterieleibregiment ein, mit dem er im Rahmen des Deutschen Alpenkorps in den Krieg zog. Die Dolomiten, das historische Amselfeld, die „Hölle von Verdun“, die Karpaten, die Vogesen und Flandern, der Isonzo und die bulgarische Front waren seine Einsatzgebiete. 1919 war Stettner als Freiwilliger im Freikorps „Epp“ an der Niederschlagung der Räteherrschaft in München beteiligt, wurde 1920 in die Reichswehr übernommen und in München zum IR 19 versetzt.
Nach  Stationen als Kompaniechef im III.(Gebirgsjäger) Bataillon des Infanterieregiments 19 und Bataillonskommandeur im Gebirgsjägerregiment 98 der 1. Gebirgsdivision unter General Ludwig Kübler, wurde er 1938 als Bataillonskommandeur zum Gebirgsjägerregiment 136 der neu aufgestellten 2. Gebirgsdivision unter General Valentin Feurstein in Innsbruck versetzt, mit dem er am Polen- und Norwegenfeldzug teilnahm.
Im Herbst 1940 übernahm Stettner das Kommando über das Gebirgsjägerregiment 91, mit dem er den Rußlandfeldzug bestritt. Im Januar 1943 wurde er Kommandeur der 1. Gebirgsdivision. Nachdem er die Division aus dem Kubanbrückenkopf durch den Balkan bis in den Kessel von Belgrad erfolgreich geführt hatte, fiel der Ritterkreuzträger am 23. April 1943 durch die Hand von Partisanen.

160 Seiten, Abb., geb.

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