Rückschauend und auf den ersten Blick wirkt das Dritte Reich wie aus einem Stück geschlagen, uniformiert und gleichgeschaltet. Wer sich aber die Zeit nimmt, genauer hinzusehen, erkennt, daß hinter der einförmigen Fassade Nischen und Freiräume existierten, in denen sich der Alltag in seiner ganzen Vielfalt abspielte. Ein Alltag, den diese privat gedrehten Schmalfilme unverstellt und jenseits der Propaganda zeigen: das kleine Glück und die privaten Leidenschaften, aber auch das Leid und die Sorgen, die Empörung über Ungerechtigkeiten. Anders als Dokumentationen, die aus der Rückschau den Nationalsozialismus erklären wollen, entstammen diese Filme mitten dem Geschehen. Nie zur Veröffentlichung vorgesehen, spielt Propaganda in ihnen ebenso wenig eine Rolle wie das, was heute als „politisch korrekt“ gilt.

Laufzeit: 65 Minuten
FSK: 16

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