Andree-Klaus Busch
Blutzeugen
Beiträge zur Praxis des politischen Kampfes in der Weimarer Republik (3., überarbeitete/erweiterteAuflage)

Als “Blutzeugen“ wurden im 3. Reich die Männer und Frauen bezeichnet, die während des weltanschaulichen Kampfes in den 20er und 30er Jahren bei Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner, den Kommunisten, zu Tode kamen. Es sind nur wenige Namen und Lebensbilder dieser Opfer bekannt, denn die NS-Heldenverehrung konzentrierte sich seit 1939 auf die gefallenen und hochdekorierten Soldaten der Wehrmacht. Gefallene Parteisoldaten traten hingegen zurück und gerieten nach 1945 nahezu völlig in Vergessenheit. Horst Wessel, Albert Leo Schlageter und Herbert Norkus sind Ausnahmen.
Erstmalig seit Kriegsende beschäftigt sich nun ein Autor unter Zuhilfenahme von Gerichtsakten, Polizei- und Presseberichten sowie Gesprächen mit Angehörigen mit den nationalsozialistischen Gefallenen bis zum 31.1.1933, den sogenannten Blutzeugen aus SA, SS und HJ. Chronologisch zählt das reich bebilderte Buch über 220 Namen auf, stellt die noch greifbaren biografischen Daten dar und beschreibt die Zustände in der Weimarer Republik am Rande eines Bürgerkrieges. Die räumliche Zuordnung zeigt dem Leser die Schwerpunkte der Auseinandersetzungen. Ferner ermöglicht das Buch dem Uniformkundler eine Zuordnung zahlreicher Ehrennamen von SA- und SS-Einheiten. 

616 Seiten, viele Fotografien und Dokumente, gebunden im Großformat.
 
 
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